Wie entstand das Betriebssystem Linux?
Hintergrundwissen zum Unix- basierenden Betriebssystem.
Linus Torvalds begann 1991 in Helsinki/ Finnland mit der Entwicklung von Linux. Er besuchte ab 1988 die Universität Helsinki. Als er mit der Entwicklung begann war er 21 Jahre alt (28.12.1969 geboren). Anfänglich war es eine Terminal-Emulation, die Torvalds zum Zugriff/ Einwählen auf die großen UNIX-Server der Universität benutzte. Als er in den Terminalemulator noch den Zugriff auf das Dateisystem von Minix implementierte und auf sein Diskettenlaufwerk zugreifen wollte, entstand der Plan ein richtiges Betriebssystem zu entwickeln. Er schrieb das Programm hardwarenah und unabhängig von einem Betriebssystem, weil er die Funktionen seines neuen PCs mit einem Prozessor des Typs 80386 optimal nutzen wollte. Am 17. September 1991 stellte er dann Linux 0.01 auf einem öffentlichen FTP-Server zum Download zur Verfügung. Der Begriff Linux bezeichnet eigentlich nur den Kernel, den Betriebssystemkern des Systems. Seit der Version 0.12 steht der Linux-Kernel unter der GNU General Public License. Der ersten fehlerfrei lauffähigen Version wurde die Versionsnummer 1.0 zugewiesen. Sie wurde im März 1994 an der Universität Helsinki vorgestellt. Es war mit die erste Version, auf der das X-Window-System lief und internettauglich war. Am 9. Juli 1996 veröffentlichte Linus Torvalds den Linux-Kernel 2.0. Am selben Tag wurde Tux, der Pinguin, zum offiziellen Logo für Linux. Seit 1998 programmieren eine Reihe von Programmierern an der Benutzeroberfläche KDE, womit erstmals eine benutzerfreundliche grafische Oberfläche für Linux existiert. Ein Jahr später, 1999, beginnt eine Gruppe von Entwicklern mit der grafischen Umgebung Gnome, die ab dem Zeitpunkt mit KDE um Benutzerfreundlichkeit und Effizienz wetteifern wird.
Wie kam Linus Torvalds auf den Namen LINUX?
Weit verbreitet ist die Meinung der Name Linux entstand aus seinen Vornamen „Linu-s“ und dem basierenden Uni-x, das ist nicht ganz richtig:
Ursprünglich sollte das Betriebssystem nämlich „Freax“ heißen. Die ersten Datein speicherte Torvalds auch so auf seinen Computer ab. Auch den Namen Linux hatte sich Torvalds bereits überlegt, er erschien ihm dann aber zu egoistisch. Um anderen Leuten die Möglichkeit zu geben, am System mitzuarbeiten sollten die Dateien auf dem FTP-Server der Helsinki University of Technology abgelegt werden (etwa September 1991). Der damalige Verantwortliche für den Server war mit dem Namen Freax nicht einverstanden, er bevorzugte den Arbeitsnamen Linux. Ohne mit Torvalds darüber zu diskutieren, nannte er den Bereich am Server einfach Linux, was Torvalds schließlich akzeptierte. So setzte sich der eigentlich gar nicht geplante Name Linux weltweit durch.

Linus Torvalds, 2004
Warum Linux, warum nicht Windows?
Für Linux spricht seine Vielfalt. Kein Linussystem gleicht dem anderen. Windows ist ein Monotones System, Win 95; 98; ME gleichen sich fast so wie Win2000 und XP. Deshalb ist es auch tausenden Angreifern möglich Microsoft anzugreifen. Vieren, Trojaner und Co haben unter Linux kaum eine Chance ihr Ziel zu erreichen. Ein Vergleich zeigt das es 2003 rund 60000 Vieren für Win gabt, aber nur 60 für Linux. Gerade im Serverbereich kommt meist Unix/ Linux zum Einsatz. Ein weiterer Grund ist das Linux im Grunde kostenlos ist. Zusammenstellungen bzw. Distributionen wie SuSE Linux, RedHut, Fedora Core, usw. bieten fertige Versionen zum Downloads an. Kostenpflichtig sind meist nur die aktuellen bzw. Prof. Versionen. Bezahlen tut man da aber nicht Linux, sondern die Zusammenstellung und den Aufbau der Distributionen. Man kann fast jedes unter Win benutzende Programm gegen ein OpenSource, kostenlosen Programm (wo der Quellcode offen ist), austauschen. Eine Liste von Vergleichssoftware ist hier auf diesem Portal zu finden! Ein Umstieg lohnt immer. Man kann ja auch Win und Linux auf einen Computer installieren und über einen Bootmanager starten. In der Regel bietet jede Distributionen so eine Möglichkeit an. Mein Tipp: Ubuntu Linux oder SuSE Linux (openSUSE, Suse heißt übrigens: Software und Softwareentwicklung und hat ihren Sitz in Nürnberg unter der Führung von Novel).
Wieviel sicherer ist Linux gegenüber Windows?
Linux ist sicherer! Windows ist ein Monotones System, Win 95; 98; ME gleichen sich fast so wie Win2000 mit XP, Vista und Windows 7. Deshalb ist es auch tausenden Angreifern möglich Microsoft Windows anzugreifen. Vieren, Trojaner und Co haben unter Linux kaum eine Chance ihr Ziel zu erreichen. Ein Vergleich zeigt das derzeit 80% aller Schädlinge auf Windows, 10% auf MacOS und weiter 10% auf Linux programmiert sind.
Ist das Linux-System viel komplizierter als Windows?
Linux gibt es mit zwei verschiedenen Oberflächen. Die eine heißt "Grome", die andere "KDE". KDE ist in der Optik und Handhabung sehr an Windows orientiert und "will ständig besser werden". Die vom Linux-Kaufhaus.de ausgelieferten Computer werden alle mit Gnome (Ubuntu) vorbereitet.

Die größten Unterschiede liegen eigentlich nicht in der Optik und Handhabung. Fast alle Programme lassen sich durch vergleichs-Programme unter Linux nutzen.
Muss man ein "Computer-Freak" oder Programmierer sein, um mit den System klar zu kommen?
Nein, diese Zeiten sind vorbei! Linux ist heutzutage genau so einfach zu bedienen wie Windows.

